Jahr der Orden 2015

Das Jahr 2015 wurde von Papst Franziskus als das „Jahr der Orden“ ausgerufen. Das gibt Gelegenheit aufmerksam auf die geistlichen Gemeinschaften in der Kirche zu schauen, den großen spirituellen Schatz wahrzunehmen und wertzuschätzen sowie sich Anregungen für die eigene Spiritualität zu holen. Viele Veranstaltungen, offene Türen, speziell an den Mittwochen, die als „Ordenstage“ in den Ordenshäusern besondere Akzente erfahren, laden dazu ein.

Der Papst schlägt drei Ziele vor, die in diesem Jahr der Orden wichtig sind:

1. Auf die Vergangenheit schauen:

Das heißt nicht Archäologie zu betreiben oder Nostalgien zu pflegen, sondern den Weg der Ordensgründer und –innen nachzugehen, den inspirierenden Funken und die Werte aufzuspüren, die sie bewegt haben. Der Blick auf die Vergangenheit lehrt auch viel Demut, geht es doch nicht um Triumphalismus, sondern auch um das Lernen aus den Schwächen und Fehlern.

2. Die  Gegenwart mit Leidenschaft leben:

Das Ordensleben richtet sich wie jedes christliche Lebensmodell nach dem Evangelium. Und dabei genügt es nicht, das Evangelium nur zu lesen, zu studieren und zu meditieren, es geht um die Umsetzung in das Leben. Dabei hinterfragt es jeden:

Ist Jesus wirklich die erste und einzige Liebe, die du versprochen hast?

Haben wir die gleiche Leidenschaft für unsere Leute, sind wir ihnen so nahe, dass wir ihre Freuden und ihre Leiden teilen, sodass wir wirklich ihre Bedürfnisse verstehen und unseren Beitrag leisten können, um darauf einzugehen?

Das zeigt sich ganz konkret in der Seelsorge an den Rändern der Gesellschaft, am Umgang mit Armut und am Einsatz für die Flüchtlinge.

3. Die Zukunft voll Hoffnung ergreifen

Es gibt viele Ereignisse und Tendenzen, die ein bedrohliches Szenario von der Zukunft zeichnen. Auf die menschliche Stärke und die Macht des Wachstums zu setzen, kann nie genügen. Worauf hoffen wir wirklich, auf Gott oder auf andere Größen? Wer wirklich aus dem Evangelium lebt, kann trotz allem ein glücklicher Mensch sein und dieses von Innen kommende Glück auch ausstrahlen. Der Papst will keinen hoffnungslosen Trauerzug, sondern eine andere Nachfolge: » Wo Ordensleute sind, da ist Freude. Wir sind gerufen, zu erfahren und zu zeigen, dass Gott fähig ist, unser Herz zu erfüllen und uns glücklich zu machen, ohne dass wir anderswo unsere Glückseligkeit zu suchen brauchen.“ 

„viel mehr wesentlich weniger“

Abt Johannes im Gespräch mit Landeshauptmann-Stellvertreterin Dr.in Astrid Rössler und Don Bosco-Schwester Elisabeth Siegl.